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Einstellungstest Öffentlicher Dienst: Das Auswahlverfahren im Detail

Mit mehr als 4,6 Millionen Angestellten und über 130 verschiedenen Berufen ist der öffentliche Dienst der größte Arbeitgeber in Deutschland. An viele der Berufe sind Zulassungskriterien und Anforderungen gebunden, so dass nicht jeder Bewerber für eine offene Stelle in Frage kommt. Ein fester Bestandteil des Auswahlverfahrens ist dabei in vielen Fällen der Einstellungstest Öffentlicher Dienst. Wer Beamter werden möchte, muss diesen Test auf jeden Fall durchlaufen. Bei den Berufen im privatrechtlichem Bereich wird auf den Einstellungstest hingegen meistens verzichtet. Wir haben uns im Folgenden mit dem Thema einmal genauer beschäftigt und uns angesehen, was in diesem Einstellungstest so drangenommen wird, wie sich die Bewerber vorbereiten können und was du noch alles wissen musst.

 

Einstellungstest öffentlicher Dienst: Die Fakten im Überblick

  • Einstellungstest kann Bestandteil des Auswahlverfahrens sein
  • Werdende Beamte müssen den Eignungstest auf jeden Fall erledigen
  • Schwierigkeit und Aufgaben richten sich nach gewünschter Laufbahn
  • Einstellungstest umfasst mehrere Aufgabenbereiche
  • Durchgeführt wird der Test am Computer

Gleich zu Beginn haben wir zudem einen wichtigen Hinweis für dich: Ohne die richtige Vorbereitung sind deine Chancen auf eine erfolgreiche Teilnahme enorm gering. Möchtest du die Einstellungstests öffentlicher Dienst Co. erfolgreich bestehen, solltest du daher auf jeden Fall auf unseren Online-Testtrainer zurückgreifen, der dir beim Training für die Prüfung helfen wird.

 

Auswahlverfahren öffentlicher Dienst: Wer muss zum Einstellungstest?

Im öffentlichen Dienst sind nicht nur Beamte tätig, sondern auch Menschen, die eine ganz reguläre Ausbildung zum Beispiel zum Kaufmann für Büromanagement durchlaufen haben. Für derartige Berufe muss in der Regel kein Einstellungstest zur Ausbildung im öffentlichen Dienst durchlaufen werden. Einen Einstellungstest Hausmeister oder ähnliches gibt es also nicht. Die Aussage, dass immer ein Einstellungstest durchlaufen werden muss, ist demnach falsch. Allerdings sieht es etwas anders aus, wenn du dich als Bewerber für eine Karriere als Beamter entscheidest. Dann nämlich musst du einen Einstellungstest durchlaufen. Dabei ist es auch ganz egal, ob du dich zum Beispiel für eine Karriere beim Zoll, der Polizei, der Bundeswehr, BKA oder für die allgemeine Verwaltung entscheidest. Möchtest du einen Beamtenstatus, musst du auch einen Einstellungstest meistern.

Tipp: Auf der Seite des Bundes und der Kommunen kannst du dich im Handumdrehen darüber informieren, ob für deinen gewünschten Berufsweg ein Einstellungstest gemeistert werden muss oder nicht.

 

Und warum wird ein Einstellungstest durchgeführt?

Mit einem Einstellungstest möchte der Arbeitgeber prüfen, ob die Bewerber überhaupt ins Unternehmen passen. Geprüft werden hier verschiedene Fähigkeiten, die für deinen späteren Beruf von Bedeutung sind. Im Einstellungstest werden dabei immer verschiedene Bereiche durchgenommen, wobei du idealerweise in allen Bereichen eine gute Vorstellung liefern solltest. Bestandteil im Einstellungstest sind beispielsweise Fragen zum Allgemeinwissen. Darüber hinaus musst du aber auch Fragen zum jeweiligen Fachbereich beantworten können, in welchem deine Karriere ins Rollen gebracht werden soll. Kurz gesagt: Der Eignungstest dient dem öffentlichen Dienst dazu, dich und deine Fähigkeiten besser einschätzen zu können.

 

Einstellungstest öffentlicher Dienst: Was kommt dran?

Um im Einstellungstest öffentlicher Dienst eine gute Figur machen zu können, musst du dich in mehreren Bereichen beweisen. Wir haben im Folgenden einmal aufgeführt, was in diesem Test drankommt und werden darauf im weiteren Verlauf natürlich auch noch einmal genauer eingehen:

  • Fachabhängige Aufgaben
  • Sprachkompetenz
  • Urteilsvermögen
  • Rechenfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Allgemeinwissen
  • Berufsbezogene Selbsteinschätzung

Durchgeführt wird der gesamte Einstellungstest im öffentlichen Dienst übrigens am Computer. Hierbei handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test, der für jede Frage mehrere Antwortmöglichkeiten bereithält. Du musst dich als Bewerber immer für eine der Antwortmöglichkeiten entscheiden.

 

Fachabhängige Aufgaben

Je nachdem, für welche Richtung du dich entscheidest, werden im Einstellungstest unterschiedliche Fachaufgaben gestellt. Möchtest du zum Beispiel in der Verwaltung arbeiten, werden dir Fragen zu den Strukturen und Befugnissen im öffentlichen Dienst gestellt. Möchtest du wiederum zum Zoll, musst du beispielsweise beantworten können, welche Rechte der Zoll hat und welche Aufgaben diesen Arbeitsbereich umfassen. Im Folgenden haben wir einmal drei beispielhafte Fachaufgaben für dich aufgeführt:

  1. Was ist der Deutsche Beamtenbund?
  2. Was ist ein föderalistischer Staat?
  3. Können Beamte auf Lebenszeit entlassen werden?

 

Test der Sprachkompetenz

Der Test der Sprachkompetenz ist ein fester Bestandteil im Einstellungstest des öffentlichen Dienstes. Gerade in der Verwaltung spielen die Sprachkompetenzen natürlich eine wichtige Rolle, aber auch in anderen Berufsgruppen stellt dieser Aufgabenbereich eine bedeutsame Funktion dar. Anders gesagt: Dieser Prüfungsbereich ist nicht verhandelbar. Im Test der Sprachkompetenz wird dein Wissen im Bereich der Rechtschreibung (häufig in Form eines Diktats), des Wortschatzes und des sprachlogischen Denkens unter die Lupe genommen. Damit du dir darunter vielleicht etwas besser was vorstellen kannst, haben wir im Folgenden einmal drei Beispielaufgaben für dich formuliert:

  1. Zähle drei Präpositionen auf
  2. Was ist ein Nominativ?
  3. Nenne einen Satz im Passiv

 

Urteilsvermögen

Das Urteilsvermögen wird im Einstellungstest ebenfalls in einem eigenen Aufgabenbereich dargestellt. Hier listet man dir unterschiedliche Aufgaben bzw. Texte auf, die du verstehen und bewerten musst. In der Regel handelt es sich um kurze Texte, die aber viele Informationen enthalten.

Achtung: Du musst im Einstellungstest am Ende eine gewisse Punktzahl erreichen. Schaffst du das nicht, gilt der Test als nicht bestanden und du scheidest aus dem Auswahlverfahren aus.

 

Test der Rechenfähigkeit

Mathe, bzw. die Mathematik spielen in fast allen Bereichen des öffentlichen Dienstes eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund gehört auch ein Test der Rechenfähigkeit zum Einstellungstest. Hier musst du dein Können bei der Verwendung der Grundrechenarten unter Beweis stellen. Darüber hinaus musst du hier aber auch Prozente oder Dreisätze berechnen. Alles in allem sind die mathematischen Fragen aber definitiv zu packen. Hilfreich ist es, sich vielleicht noch einmal alte Bücher aus der Schulzeit anzusehen. Denn derartige Aufgaben wurden dort auf jeden Fall behandelt. Im Folgenden haben wir auch hierfür ein paar Beispielaufgaben formuliert:

  1. Wie viel Euro sind 20 Prozent Rabatt bei einem Wert von 50.000 Euro?
  2. Wenn ich monatlich 500 Euro Zinsen bei einem Zinssatz von 2,4 Prozent erhalten möchte. Wie viel Geld muss ich mindestens anlegen?
  3. Eine Finanzierung bietet einen Zinssatz von 1,5 Prozent pro Jahr. Wie hoch ist der Zinsbetrag nach fünf Jahren bei einem Kredit von 15.000 Euro?

 

Test der Konzentrationsfähigkeit

In jedem Beruf kann es vorkommen, dass Routineaufgaben erledigt werden müssen. Diese können sehr eintönig sein, trotzdem musst du dich zu jeder Zeit voll konzentrieren. Ob du hierfür auch in der Lage bist, stellt der Eignungstest mit entsprechenden Aufgaben fest. Wie genau diese Aufgaben aussehen können, ist ganz unterschiedlich. Oftmals handelt es sich aber um einfache Rechenaufgaben, welche jedoch erst mit dem Anwenden mehrerer Rechenschritte gelöst werden können. Wer sich richtig konzentriert, dürfte mit diesen Aufgaben allerdings keine großen Probleme bekommen.

Gut zu wissen: Der Einstellungstest wird in einigen Fällen als adaptiver Test durchgeführt. Das bedeutet, dass sich die Schwierigkeit der Aufgaben an deinen Antworten orientiert. War die Antwort korrekt, wird die Schwierigkeit erhöht. War die Antwort falsch, wird sie abgesenkt. Bei der Bundeswehr kommt ein solcher adaptiver Test zum Beispiel zum Einsatz.

 

Test der Merkfähigkeit

Informationen behalten und widergeben. Das ist ein wichtiger Teil der Arbeit im öffentlichen Dienst. Wer beispielsweise als Polizist unterwegs ist, muss sich Informationen zu Verdächtigen oder dem Fall notieren. Diese müssen später in einem Bericht festgehalten werden, was ohne eine entsprechende Erinnerung schwer fallen dürfte. Getestet wird die Merkfähigkeit anhand verschiedener Aufgaben, welche sowohl akustisch als auch optisch gestellt werden können. Typisch für diese Aufgaben ist zum Beispiel ein Bild, welches du dir möglichst genau einprägen musst. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit verschwindet das Bild und du musst Fragen dazu beantworten. Genau das Gleiche kann aber auch mit Wörtern passieren, die nur kurz auf dem Bildschirm zu sehen sind und anschließend wiederholt werden müssen.

 

Allgemeinwissen

Natürlich darf in keinem Einstellungstest der Bereich zum Allgemeinwissen fehlen. Hier werden dir zum Beispiel Fragen aus den Bereichen Geschichte, Geografie oder Politik gestellt, die du dann beantworten musst. Wer immer die Nachrichten verfolgt und sich vielleicht ohnehin für Geschichte und Geografie interessiert, ist hier natürlich klar im Vorteil. Damit du siehst, was für Fragen hier auf dich warten, haben wir im Folgenden einmal drei beispielhafte Aufgaben für dich aufgeführt:

  1. In welchem Land bezahlt man mit Yen?
  2. Wie viele Mitgliedstaaten hat die EU?
  3. Welche Aufgaben hat der Bundespräsident?

 

Berufsbezogene Selbsteinschätzung

Ein weiterer Bereich im Einstellungstest ist die berufsbezogene Selbsteinschätzung. Hier musst du als Bewerber unterschiedliche Fragen zu deiner Person beantworten. Ein Beispiel hierfür wäre zum Beispiel die Aussage: „Ich bin zuverlässig“. Deine Aufgabe ist es nun anzugeben, wie stark diese Aufgabe auf dich zutrifft. So ergibt sich für den Arbeitgeber ein umfangreiches Bild zu deiner Person, welches im weiteren Verlauf unter Umständen aber noch einmal hinterfragt werden kann. Abhängig ist dieser Umstand aber auch davon, für welchen Beruf und welche Laufbahn du dich entscheidest.

 

Das musst du beim Einstellungstest beachten

Rund um den Einstellungstest beim öffentlichen Dienst musst du mehrere Punkte beachten. Einer davon sind zum Beispiel Hilfsmittel wie Taschenrechner. Ob diese zugelassen sind, solltest du vor der Teilnahme am Eignungstest erfragen. Es ist durchaus möglich, dass du einen Taschenrechner nutzen darfst. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Solltest du krankheitsbedingt nicht am Eignungstest teilnehmen können, musst du dich an deinen jeweiligen Ansprechpartner wenden. Dieser bemüht sich dann um einen neuen Termin, wobei es aber keine Garantie für einen zweiten Versuch gibt.

Tipp: Du solltest dich vor dem Antritt zum Einstellungstermin auch darüber informieren, welche Unterlagen von dir benötigt werden. Mitbringen solltest du aber auf jeden Fall einen Personalausweis.

 

Für den Einstellungstest üben: Wie kann ich mich vorbereiten?

Eine gute Vorbereitung ist beim Einstellungstest für den öffentlichen Dienst die halbe Miete. Du solltest auf jeden Fall rechtzeitig mit dem Üben beginnen, um Fehler frühzeitig erkennen und ausmerzen zu können. Wie du übst, ist im Prinzip ganz allein dir überlassen. Besonders zu empfehlen ist unser angesprochener Online-Testtrainer, der dich mit Fragen und vor allem Lösungen versorgt. Die Vorbereitung dürfte hiermit spielend leicht gelingen. Darüber hinaus kannst du die einzelnen Aufgaben im Einstellungstest aber auch mit zusätzlichen Übungen trainieren. Um deine Merkfähigkeit zu verbessern, kannst du beispielsweise das beliebte Spiel Memory spielen. Darüber hinaus bietet sich das Spiel Sudoku an, wenn du deine Fähigkeiten beim Rechnen verbessern möchtest. Hast du wiederum eher im grammatikalischen Bereich Schwächen, kannst du dir von einem Freund zum Beispiel Texte aus der Zeitung diktieren lassen. Der positive Nebeneffekt: Du bleibst auch tagesaktuell auf dem Laufenden, was dir im Bereich der Allgemeinbildung helfen wird. So schlägst du also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Wie bereits erwähnt, kannst und solltest du zudem einen Blick in alte Schulbücher werfen, was dir ebenfalls helfen wird.

Gut zu wissen: Wie du im Auswahlverfahren insgesamt abgeschnitten hast, dürftest du bereits nach kurzer Zeit per Post erfahren. Ob du im Einstellungstest eine gute Figur gemacht hast, erfährst du oftmals aber auch direkt vor Ort im Anschluss an die Prüfung.

 

Einstellungstest nicht bestanden: Was jetzt?

Wer beim Einstellungstest durchgefallen ist, wird natürlich erst einmal enttäuscht sein. Das ist vollkommen normal, schließlich möchte jeder Bewerber auch sein Bestes unter Beweis stellen. Allerdings musst du nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn du den Einstellungstest nicht bestanden hast. Du musst zwar ein bisschen warten, bekommst aber normalerweise nach sechs bis zwölf Monaten die Chance auf eine erneute Teilnahme. Bist du clever, nutzt du diese zusätzliche Zeit jetzt natürlich für eine intensive Vorbereitung. So wird sichergestellt, dass du im zweiten Anlauf alle Anforderungen meistern kannst. Sollte auch das nicht klappen, kannst du vielleicht auch noch einen dritten Versuch wagen. Darauf verlassen solltest du dich aber nicht, denn irgendwann steht für die Prüfungskommission dann fest, dass du für den Beruf einfach nicht geeignet bist.

 

Fazit: Mit einer guten Vorbereitung wirst du bestehen

In vielen Berufen im öffentlichen Dienst ist der Einstellungstest die größte Hürde, die auf dem Weg zur Karriere genommen werden muss. Den Test solltest du daher natürlich nicht unterschätzen, denn mit einem schlechten Abschneiden verbaust du dir möglicherweise alle weiteren Chancen. Wir raten dir daher: Bereite dich früh genug auf den Einstellungstest vor und schau dir alle Prüfbereiche detailliert und genau an. Nur so gewinnst du die nötige Sicherheit, die du am Testtag brauchen wirst. Solltest du einen Blackout haben und tatsächlich nicht bestehen, kannst du nach einer gewissen Wartezeit einen weiteren Anlauf starten. Bereitest du dich aber schon von Anfang an intensiv und richtig vor, wird es diesen zweiten Versuch normalerweise nicht brauchen.